Von Hinterhöfen und Hanseaten

Kiel, 15. Oktober 2019

Nicht nur die großen Städte Schleswig-Holsteins wie Husum oder Lübeck, auch die kleineren Orte halten viele Überraschungen bereit, die sich auf geführten Rundgängen oder auf eigene Faust erleben lassen.

Fünf Nachtwächter führen durch die Hafenstadt Husum bei Nacht. © Tourismus und Stadtmarketing Husum GmbH
© Tourismus und Stadtmarketing Husum GmbH

Wenn die Strandsaison vorbei ist, kommt die beste Zeit für Stadterkundungen. Nicht nur die großen Städte in Schleswig-Holstein wie Husum oder Lübeck, auch die kleineren Orte halten viele Überraschungen bereit, die sich auf geführten Rundgängen oder auf eigene Faust erleben lassen. Die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH (TA.SH) gibt Tipps für eine herbstliche Entdeckertour!


Nordsee
Büsum bei Tag und Nacht
Leuchtturm, Fischerkirche St. Clemens, Hafen und das Geheimnis der Persilfrau – auf den geführten Gratis-Rundgängen durch Büsum erfahren Teilnehmer einiges über das Nordseebad. Jeweils montags starten die kleinen Ortsrundgänge, an jedem zweiten Dienstag im Monat geht es los zur großen Tour. Immer mit viel Charme, Witz und Klönschnack. Außerdem im Angebot sind Nachtwächtertouren, angelehnt an einen typischen Nachtwächterrundgang um 1900. www.buesum.de


Husum zum Gruseln
Die Husumer Neustadt erlebte in früheren Jahrhunderten eine Blütezeit der besonderen Art, als an ihrem nördlichen Ende in der Marktstraße der größte Viehmarkt Europas stattfand. Bis zu 180.000 Stück Vieh wurden hier jährlich umgeschlagen. An diese Zeit erinnern heute die Kuhskulpturen am Anfang und Ende der Einkaufsstraße und Husumer „Ausgehmeile". Lohnenswert sind die Rundgänge mit dem Husumer Nachtwächter oder die „Tatort Husum–Führungen“ zu den dunklen Seiten der Stadt – mit Henkersschmaus, wenn gewünscht.
www.husum-tourismus.de/Vor-Ort/Stadtfuehrungen/Nachtwaechter-Rundgang ;
www.husum-tourismus.de/Vor-Ort/Stadtfuehrungen/Tatort-Husum


Tetenbüll: Kolonialwaren wie Anno Dazumal
Das Haus Peters in Tetenbüll ist ein nostalgisches Kleinod. Im Jahr 1820 erbaut, beherbergt es einen ehemaligen Kolonialwarenladen, in dem sich die Bewohner der umliegenden Dörfer jahrzehntelang zum Einkaufen und Plaudern trafen. Auch heute können Besucher hier noch einkaufen. In der Giebelstube präsentiert das „Horst Janssen Zimmer“ Exponate des bekannten Grafikers. Und auch der Bauerngarten von Haus Peters lädt zum Besuch ein. www.hauspeters.info/


Binnenland
Rendsburg, deutsch und dänisch
Im Rendsburger Stadtteil Neuwerk wird die enge Verbindung zu Dänemark sichtbar. Die Christkirche, das Lornsendenkmal, das Provianthaus und viele Gebäude rund um den Paradeplatz erinnern heute noch an wichtige historische Ereignisse der dänisch geprägten Garnisonszeit. StadtführerInnen erzählen in deutscher und dänischer Sprache Geschichte und Geschichten rund um den Paradeplatz. www.mittel-holstein.de


Bad Bramstedt, Venedig des Nordens
Zwanzig Brücken gibt es in der Kleinstadt Bad Bramstedt im Herzen Schleswig-Holsteins, genug, um den Beinamen „Venedig des Nordens“ zu führen. Der Roland – das Wahrzeichen der Stadt – zeugt von einer bewegten Geschichte als ehemals bedeutender Handelsplatz am Ochsenweg. Außerdem gehören das Schloss und die Maria-Magdalenen-Kirche zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die bei einer Stadtführung oder einem Rundgang auf eigene Faust mit dem Audioguide auf dem Programm stehen.
www.holstein-tourismus.de/de/unsere-region/detailansicht/detail/stadtfuehrung-bad-bramstedt.html


Itzehoe: Kloster und Künstler
Itzehoe ist eine der ältesten Städte Schleswig-Holsteins. Alteingesessene Itzehoer zeigen auf geführten Rundgängen durch die Stadt an der Stör gern die Sehenswürdigkeiten wie das Museum des deutsch-böhmischen Künstlers Wenzel Hablik, den Prinzesshof oder das Adelige Kloster.
www.holstein-tourismus.de/de/unsere-region/detailansicht/detail/stadtfuehrungen-in-itzehoe.html


Glückstadt: Königstraum an der Elbe
Glückstadt verdankt sein malerisches Ambiente dem denkmalgeschützten Stadtkern und seiner reizvollen Lage an der Elbe inmitten der Elbmarschen. Gegründet wurde die Stadt vom dänischen König Christian IV. Ein weiteres Highlight ist der Glückstädter Hafen mit seiner beschaulichen Häuserzeile, die zu den schönsten Uferstraßen ganz Norddeutschlands zählt. Für Feinschmecker nicht zu vergessen: der Original Glückstädter Matjes. Stadtführer zeigen Besuchern prachtvolle Bauten und verborgene Geheimnisse. Ganz neu ist die App „Glückstadt erleben“, mit der sich Besucher auf Spurensuche durch das Stadtdenkmal und das Detlefsen-Museum begeben können.
www.holstein-tourismus.de/de/unsere-region/detailansicht/detail/stadtdenkmal-glueckstadt.html ;
www.holstein-tourismus.de/de/unsere-region/detailansicht/detail/app-glueckstadt-erleben.html


Ostsee und Holsteinische Schweiz
Lübeck: Ab in die Gänge

An Sehenswürdigkeiten mangelt es in der von der UNESCO zum Weltkulturerbe ausgezeichneten Stadt Lübeck nicht. Wer hinter die Kulissen schauen möchte, erkundet die Wohngänge auf der Altstadtinsel. Von den ehemals 180 sind noch etwa 80 liebevoll restaurierte Gänge erhalten. Da es im Mittelalter nur wenigen Berufsgruppen gestattet war, sich außerhalb der Stadtmauern niederzulassen, wie den Henkern, Scharfrichtern, Köhlern und Schäfern, reichte der Wohnraum innerhalb der Mauern bald nicht mehr aus. Geschäftstüchtige Kaufleute brachen kleine Gänge durch die Vorderfronten ihrer Häuser, bauten winzige oft fensterlose „Buden” in den Hinterhöfen und vermieteten sie an Bedienstete, Tagelöhner, kleine Handwerker und einfache Seeleute mit ihren Familien. Benannt wurden die Gänge oft nach ihren Besitzern oder nach den Berufen ihrer Bewohner, wie zum Beispiel der Garbereiter-Gang, der Branntweinbrenner-Gang oder der Bäckergang. Ein weiteres Angebot, um die neuere Geschichte Lübecks zu entdecken, macht die Jugendherberge „Vor dem Burgtor“. Das Programm „Grenzenlos“ steht im Zeichen der Wiedervereinigung und beinhaltet eine Führung im Willy-Brandt-Haus und einen Blick vom Turm der Petrikirche bis weit ins ehemalige Grenzgebiet.
www.luebeck-tourismus.de/erkunden/sehenswuerdigkeiten/gaenge-hoefe.html ;
www.jugendherberge.de/reisen/6122


Plön: Twieten entdecken
Schmale Gassen durchzogen einst die Altstadt von Plön. Sie verliefen zwischen den dicht an dicht gebauten Häusern von einem Ende des Stadtkerns bis direkt zum Plöner Seeufer hinunter. Aus dem See wurde früher das Trink- und Löschwasser geholt. Diese Gassen, auch Twieten genannt, dienten dabei als Löschwege. Wie genau das funktionierte, beschreiben die Stadtführer während eines Rundganges durch die Plöner Innenstadt. Heute laden die malerischen Gassen mit ihren hübschen Häuschen zum Bummeln und Entdecken ein. Einige führen auf kleine Hinterhöfe, wo zum Beispiel „Dat Waffelhus“ zu einer süßen Pause in schöner Umgebung einlädt. www.holsteinischeschweiz.de/twieten


Eutin: Spaziergang mit Anekdoten
Unter dem Motto „Kleine Stadt – große Köpfe“ erzählen Stadtführer Anekdoten über berühmte Bürger und Gäste Eutins. Das „Weimar des Nordens“ ist die Heimatstadt zahlreicher historischer aber auch zeitgenössischer Persönlichkeiten. Auch der Schauspieler Axel Prahl wurde hier geboren. Etwas Besonderes ist der Nachtwächter-Rundgang. Mit Lampe und Horn nimmt der Stadtführer seine Gruppe mit durch das abendliche Eutin und erzählt Geschichten aus dem Leben der ordnungshütenden Kollegen von einst. www.info-eutin.de/eutin/eutiner-stadtfuehrungen/


Herzogtum Lauenburg
Mölln: Stadt der Streiche
Über die Streiche von Till Eulenspiegel kann man heute noch lachen – dabei soll der Narr, der den Leuten gern den Spiegel vorgehalten hat, schon im Jahre 1350 in Mölln gestorben sein. Direkt gegenüber dem Historischen Rathaus befindet sich das Eulenspiegelmuseum in einem hübschen Fachwerkhaus aus dem Jahr 1582. Übrigens: Till ist gar nicht tot, er spielt auch den heutigen Möllnern weiterhin seine Streiche. www.moelln-tourismus.de/till-eulenspiegel


Lauenburg: Schiffe gucken
Direkt an der Elbe liegt die historische Schifferstadt Lauenburg. Von zahlreichen Aussichtspunkten – zu den schönsten gehört der Askanierblick direkt am Schloss – schweift der Blick weit über die Elbe. Aber auch ein Stadtrundgang lohnt sich, denn außer den alten Fachwerkhäusern gibt es das Elbschifffahrtsmuseum oder den historischen Raddampfer „Kaiser Wilhelm“ zu sehen. www.lauenburg-erleben.de/sehenswuerdigkeiten/


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