Mit großem Einsatz zurück ins Geschäft

Kiel, 21. Juli 2020

Tourismus in Schleswig-Holstein erreicht im Mai noch fast 50 Prozent des Vorjahresvolumens trotz Beherbergungsverbot bis 17. Mai des Monats.

Motiv aus der Willkommen-zurück-Kampagne der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein © TASH / Foto: Oliver Franke
© TASH / Foto: Oliver Franke

Kiel. Nach dem Corona-bedingten Beherbergungsverbot ab Mitte März diesen Jahres dürfen seit dem 18. Mai wieder Gäste nach Schleswig-Holstein reisen. Wie das Statistikamt Nord heute mitteilt, verzeichnete der Mai 2020 über 1,5 Mio. Übernachtungen in Betrieben ab 10 Betten inkl. Camping, das entspricht einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat von 54,2 Prozent.

Lässt man im Gesamtergebnis die Campingplätze außer Acht, ist ein Rückgang von 59,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat festzustellen (vgl. Mai 2019: 3.326 000 Mio. Übernachtungen inkl. Camping). Die Auslastung der Betten (ohne Camping) betrug im Mai 2020 nur 21,4%.

Die jetzt veröffentlichten Maizahlen geben auch Anlass zur Hoffnung. „Es wurden fast 50 Prozent des Vorjahresvolumens innerhalb der 14 Tage erreicht, an denen der Reiseverkehr nach Schleswig-Holstein erlaubt war“, zeigt sich die Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH), Dr. Bettina Bunge, verhalten optimistisch.  „Auch wenn die ersten 4 ½ Monate inklusive des lukrativen Ostergeschäfts verloren und nicht mehr aufzuholen sind, lassen die Maizahlen hoffen, dass uns unsere Stammgäste die Treue halten und neue Gäste in den nächsten Monaten hinzu kommen werden“, hofft Bunge.

Trend zum Camping

  • Speziell bei den geöffneten Campingplätzen wurde im Mai 330.670 Übernachtungen und somit ein Rückgang von nur 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnet.
  • Ganz anders die Zahlen den Städten: sie müssen im Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat herbe Einschnitte verkraften mit zum Beispiel Flensburg (Übernachtungen) minus 81,3 Prozent, Kiel (Übernachtungen) minus 68,8 Prozent, Neumünster (Übernachtungen) minus 74,5 Prozent.
  • Und auch das Binnenland verzeichnete bei den Übernachtungen im Mai minus 70,2 Prozent.

„Die Ergebnisse verdeutlichen zum einen bereits ein Trend zum Campingurlaub und zudem regionale Unterschiede in den Übernachtungen. Städte und das Binnenland waren im Mai noch weniger gefragt als unsere Ostsee und Nordsee, da die Menschen vor allem ihre Sehnsucht nach Strand und Meer zu uns nach Schleswig-Holstein lockte“, so Bunge.

Wie sich der Schleswig-Holstein-Tourismus im Gesamtjahr entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Es bleibt zu hoffen, dass ein gutes Sommergeschäft sowie eine gute Nebensaison die Betriebe stabilisieren, auch wenn voraussichtlich nicht jeder Tourismussektor davon profitieren wird.

„Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer touristischen Betriebe im Land für die professionelle Wiedereröffnung und den unermüdlichen Einsatz, unsere Gäste im Land wieder herzlich willkommen zu heißen“, sagt Dr. Thilo Rohlfs, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus. „Mit vereinten Kräften wollen wir das Urlaubs- und Tagungsland Schleswig-Holstein wieder für alle Beteiligten zum Erfolg führen“, so Rohlfs.

Die Zahlen des Statistikamts Nord erfassen Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Betten sowie Campingplätze ohne Dauercamping. Im Mai gehörten dazu 3.451 geöffnete Beherbergungsstätten mit 216.000 angebotenen Gästebetten sowie 267 geöffnete Campingplätze. Details finden Sie hier:

https://www.statistik-nord.de/presse-veroeffentlichungen/presseinformationen/presseinformationen-handel-tourismus-und-dienstleistungen/dokumentenansicht/tourismus-in-schleswig-holstein-im-mai-2020-62208

Die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein hat mit Start der Lockerungen am 18. Mai ihre Willkommen-zurück-Kampagne gemeinsam mit den regionalen Tourismusorganisationen gestartet.  Sie zielt darauf ab, auf humorvolle Art Menschen zum Reisen nach Schleswig-Holstein zu bewegen. Diese Imagekampagne zeigt die vielfältigen Stärken des gesamten Urlaubs- und Tagungslandes Schleswig-Holstein sowie die Möglichkeiten, überall auch abseits der touristischen Hochburgen einen entspannten, sicheren und erholsamen Urlaub zu verleben.

 

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