Mehr erleben in Schleswig-Holsteins Städten

Ein Bummel durch die Altstadt, ein Museumsbesuch oder eine Pause im Straßencafé – spontane Entscheidungen gehören für viele Reisende zu einem vergnüglichen Städtetrip dazu. Wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist, mit einer Seh- oder Hörbeeinträchtigung lebt oder andere besondere Anforderungen an seine Reise hat, muss dagegen meist genauer planen. Fast jeder Zehnte in Deutschland ist von einer schweren Behinderung betroffen. Bei ihnen stellen sich oft schon weit vor der Abreise wichtige Fragen: Ist das Hotel erreichbar? Lässt sich der Ort gut erkunden? Gibt es barrierefreie Angebote? Schleswig-Holsteins Städte bieten darauf vielfältige Antworten. Die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein hat einige Beispiele aus den Städten des echten Nordens zusammengestellt.

Historisches Ambiente, moderne Lösungen

Einen Anfang macht Eutin in der Holsteinischen Schweiz. Dort verbindet das Hotel-Restaurant-Café SeeLoge komfortables Reisen mit gelebter Teilhabe: Mindestens 40 Prozent der Mitarbeitenden leben mit einer anerkannten Behinderung. Ein inklusives Arbeitsumfeld gehört ebenso zum Konzept wie komplett schwellenfreie Zimmer für die Gäste. Ein besonderes Merkmal ist das durchgängige Eichenholz: Es prägt nicht nur die Böden, Türen und Fenster, sondern auch das gesamte Mobiliar bis hin zu den gemütlichen Sitz-Fensterbänken. Das Inklusionshotel trägt die Auszeichnung „Barrierefreiheit geprüft“ des bundesweiten Kennzeichnungssystems „Reisen für Alle“. Beliebte Ziele wie das Eutiner Schloss liegen ganz in der Nähe und lassen sich bequem erreichen. Das geschichtsträchtige Schloss mit seinem palastartigen Innenhof sowie der Küchengarten und das Café & Bistro Schlossküche sind für Menschen mit Rollstuhl oder Rollator gut zugänglich. Im Ort erleichtert ein touristisches Leitsystem mit gut erkennbaren Farben und Piktogrammen die Orientierung. Auch in der historischen Altstadt wurden bereits einige Hürden entfernt. Viele Geschäfte sind stufenlos erreichbar, Ampeln verfügen über taktile und akustische Signalgeber. Ergänzt wird das Angebot durch einen Reisemobilpark mit barrierefreien Stellplätzen. So wird der Besuch der Stadt im Herzen des Naturparks Holsteinische Schweiz für viele Menschen einfacher und komfortabler.

 

Ankommen und genießen

In der Eulenspiegelstadt Mölln im Herzogtum Lauenburg gibt es mehrere geprüfte Angebote von „Reisen für Alle“. Während das Hotel Waldhalle die Auszeichnung „Barrierefreiheit geprüft“ für seinen Hotelbetrieb trägt, wurde beim Quellenhof Mölln die Gastronomie entsprechend ausgezeichnet. Die dokumentierten Informationen erleichtern Gästen mit unterschiedlichen Bedürfnissen die Reiseplanung.

Weitere Empfehlungen (Auswahl) - Angaben gemäß Anbieter

 

Kultur trifft Teilhabe

Ob Schauspiel oder Konzert – in Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt müssen Kulturerlebnisse nicht an baulichen Hürden scheitern. Das Theater Kiel bietet im Opernhaus, Schauspielhaus, Jungen Theater im Werftpark und im Konzerthaus am Schloss barrierefreie Zugänge für Besucherinnen und Besucher mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Alle Spielstätten verfügen über ausgewiesene Rollstuhlplätze, vielerorts stehen Aufzüge und barrierefreie WCs zur Verfügung. Im Opern- und Schauspielhaus verbessern Infrarotanlagen die Tonübertragung für schwerhörige Gäste. Assistenzhunde sind in sämtlichen Spielstätten willkommen. Im Konzerthaus am Schloss ist bei Bedarf außerdem eine persönliche Begleitung durch das Haus möglich.

Weitere Kulturerlebnisse (Auswahl)

 

Aktiv unterwegs

Schleswig-Holsteins Städte können nicht nur bei einem Ausflug durch die Altstadt überraschen. Oft warten tolle Erlebnisse direkt vor den Toren. Ein Beispiel ist die rund 23 Kilometer lange Mönchsweg-Bebensee-Tour südlich von Bad Segeberg. Sie führt durch die abwechslungsreiche Hügellandschaft der Holsteinischen Schweiz und verbindet Naturerlebnis mit kulturhistorischen Zwischenstopps, etwa an der Dorfkirche in Leezen. Die Strecke wurde 2021 nach den Kriterien von „Reisen für Alle“ untersucht und wies zum damaligen Zeitpunkt nur wenige Hindernisse auf. Steigungen und Gefälle verlangen allerdings eine gewisse Kondition.

Weitere Tipps (Auswahl)

 

Na, wie beißen Sie denn?

Welche Angebote geeignet sind, hängt selbstverständlich von den jeweiligen Bedürfnissen ab. Umso wichtiger sind genaue Informationen darüber, welche Anforderungen erfüllt werden und wo Grenzen bestehen. Auch die Interessen der Reisenden sind individuell. Wer beispielsweise gerne eine Angel auswirft, findet in und rund um Schleswig-Holsteins Städte ebenfalls passende Angebote:

Downloads:

  • Die breite Eutiner Seepromenade direkt am Seeufer mit Blick auf das Wasser, im Hintergrund das Hotelgebäude der SeeLoge.

    Eutin: Stadtbucht mit SeeLoge

    © Anne Weise / Eutin Tourismus

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  • Eine rollstuhlfahrende Person sitzt auf einem Holzsteg und wirft lächelnd eine Angel aus, im Hintergrund die historische Kulisse von Friedrichstadt.

    Friedrichstadt: Barrierefreier Angelsteg

    © Photocompany

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  • Außenansicht des modernen, hellen Konzertgebäudes am Schloss in Kiel mit großen Glasfronten und flachem Dach bei Tageslicht

    Kiel Konzerthaus am Schloss

    © Jan-Michael Böckmann / Kiel-Marketing e.V.

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  • Detailansicht des bronzenen Stadtmodells von Lübeck mit hervorgehobenen Miniatur-Gebäuden und glänzenden Kirchturmspitzen.

    Lübeck: Inklusives Tastmodell am Marktplatz

    © LTM

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Pressekontakt:

Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH
Wall 55

24103 Kiel