Barrierefrei/-arm durch den echten Norden

Jeder einzelne Mensch, egal ob mit oder ohne Beeinträchtigung, hat das Recht auf eine volle und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft. Oftmals gibt es im Alltag jedoch Hürden, die Menschen mit Behinderung oder (Mobilitäts-)Einschränkungen die Inklusion erschweren. Daher ist eine barrierefreie Gestaltung der Umwelt immens wichtig, um alle Menschen gleichermaßen zu berücksichtigen. Das betrifft auch den Tourismus. In Schleswig-Holstein gibt es bereits gute touristische Projekte und Angebote zum Thema Barrierefreiheit. Diese sind essenziell für beeinträchtigte Gäste – zugutekommen sie aber allen. Die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH hat ein paar Beispiele aus dem Land zusammengetragen.

NORDSEE

Amrum: Barrierefrei über die Insel

Den Urlaub in einem kleinen Friesenhäuschen zu verbringen, ist zwar besonders authentisch, doch meist sind diese nicht barrierefrei. Dennoch gibt es auf Amrum eine Reihe von Ferienwohnungen, die für Menschen mit eingeschränkter Mobilität gute Urlaubsquartiere sind. Sie sind in der Quartierssuche bei www.amrum.de explizit über den Haken bei Barrierefrei zu finden. Zudem sind unter den neuen Ferienwohnungen immer mehr barrierearme: ebenerdig, mit großen Wohnküchen, Lichtschaltern und Duschen ohne Absatz. An den Strandübergängen können Gefährte mit dicken Reifen (Strandrollis) ausgeliehen werden, und in Amrums Kino lassen sich Sessel in der besten Reihe mit wenigen Handgriffen entfernen und schaffen Platz. Die Fähre zur Insel ist barrierefrei, und einige der neu entwickelten Tagestouren haben extra ausgezeichnete barrierefreie Alternativen. www.amrum.de
 

Barrierefreies Strandvergnügen und Freizeitangebote auf Föhr

Auf der Nordseeinsel Föhr gibt es diverse barrierefreie Angebote. So bietet die drei Kilometer lange Strandpromenade in Wyk rollstuhlgerechte Abgänge sowie barrierefreie Promenadenzugänge. Der Strand ist in regelmäßigen Abständen mit Mattenwegen zur Hochwasserlinie ausgestattet. Und auch ein barrierefreier Wasserspielplatz befindet sich in der Nähe des Strandes. Strandvergnügen für alle gibt es zudem in Utersum: Der Strandübergang in Utersum ist vom Parkplatz am „Haus des Gastes“ barrierefrei zu erreichen. Weiter südlich, beim Kleinen Kurmittelhaus, ist ebenfalls ein barrierefreier, noch flacherer Strandübergang, von dem aus ein Bohlenweg auf den Strand führt, allerdings nicht bis zur Hochwasserlinie. Darüber hinaus können mobilitätseingeschränkte Gäste in Nieblum und Utersum etwa spezielle Strandrollstühle gegen eine geringe Kaution ausleihen. Dank breiterer Reifen verhindern sie das Einsinken am Strand und im Watt.

Ganz neu seit diesem Sommer auf Föhr: Barrierefreie Strandkörbe für Menschen mit Rollstuhl oder Rollator. In Wyk, Nieblum und Utersum befindet sich jeweils einer, gefördert von der AktivRegion Uthlande. Die Dreisitzer sind über Bohlenwege erreichbar und haben neben einer Sitzbank für zwei Personen auch einen Rollstuhlplatz, der über eine Rampe direkt befahrbar ist. Die Nutzung ist kostenfrei.

Die barrierefreien Angebote kommen natürlich nicht nur mobilitätseingeschränkten Gästen zugute, sondern auch Familien mit Kinderwagen. Weitere Informationen zum Thema barrierefreier Urlaub auf Föhr: www.foehr.de/barrierefreie-anreise; www.foehr.de/barrierefreie-unterkunft; www.foehr.de/barrierefrei-am-strand

Auch barrierefreie Freizeitangebote finden sich auf der Insel, zum Beispiel bei der Nieblumer Wassersportschule. Denn hier können auch Menschen im Rollstuhl Kitesurfen, genauer gesagt Sitkiten. Hierbei sitzen die Surfenden auf einem Board mit adaptiertem Sitz, sodass dieser wie beim Kitesurfen mit dem Lenkdrachen durch die Wellen gezogen wird. Das Sitkiten wird mittlerweile weltweit praktiziert. Ein weiteres Angebot in Nieblum ist das Kitebuggyfahren, das hier nicht nur per Fuß, sondern auch per Handsteuerung möglich ist. www.nws-foehr.de

Wer lieber die „Föhrer Wildnis“ erkunden möchte, dem sei Barbara Pohlmann empfohlen. Sie bietet Kräuterwanderungen und Naturführungen an Strand und durch die hiesigen Salzwiesen an. Mit wenigen Tagen Vorlaufzeit erstellt sie individuelle Angebote für Menschen mit Behinderung oder besonderen Bedürfnissen. Als FÖHRgreen Partnerin gewährt sie so spannende Einblicke in die Föhrer Natur für alle. www.foehrer-wildnis.de/natur--und-kräuterführungen
 

Husum: Barrierefrei ins Nordfriesland Museum

Familienfreundlichkeit und Barrierefreiheit standen beim Umbau des Nordfriesland Museums Nissenhaus vor einigen Jahren im Mittelpunkt. Alle Etagen im zentralen und größten Museum Nordfrieslands sind rollstuhlgerecht durch einen Aufzug verbunden, so dass Menschen mit Mobilitätseinschränkungen bequem alle Abteilungen erreichen können. Neben einem behindertengerechten WC verfügt das Museum über einen barrierefreien Zugang über den Parkplatz des Nissenhauses in der Ludwig-Nissen-Straße. Für blinde und hochgradig sehbehinderte Besuchende des Nordfriesland Museums gibt es auf der Webseite eine detaillierte Wegbeschreibung. Sie lässt sich dort im DAISY-Format herunterladen. www.museumsverbund-nordfriesland.de/nordfriesland-museum/de/barrierefreiheit.php
 

Unbeschwerter Urlaub für alle in St. Peter-Ording

Grundsätzlich sind die Deiche und Strandabschnitte St. Peter-Ordings auch für mobilitätseingeschränkte Gäste zu erreichen, auch wenn sich vereinzelte Hindernisse durch Nässe oder Sandverwehungen nicht immer vermeiden lassen. Alle fünf Strandabschnitte sind über Fußgängerstege, Rad- und Wanderwege bzw. die Seebrücke an die Orte angebunden. An zwei Strandabschnitten gibt es vom 15. März bis 31. Oktober sogar die Möglichkeit, direkt mit dem PKW an den Strand zu fahren. Zudem fährt der Ortsbus bei den Badestellen Süd und Böhl den Weg bis zum Strand hinunter. Darüber hinaus stellt die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording spezielle Rollstühle mit breiten Reifen zur Verfügung, die sich optimal für Ausflüge an den Strand eignen. Die Modelle gibt es mit manuellem Antrieb, oder als elektrischen Rollstuhl, je nach Bedürfnis des Fahrenden. Sie erlauben auch Gästen mit Handicap – mit Unterstützung von Angehörigen – bequeme Aufenthalte am Strand und lassen sich bei der Tourismus-Zentrale von April bis Oktober tageweise mieten. Weitere Informationen sind erhältlich unter www.st-peter-ording.de/duet-un-dat/mobilitaet/barrierefreiheit.
 

Büsum barrierearm erleben

In Büsum erleben auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen beinahe grenzenlose Möglichkeiten für einen Urlaub am und im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. So wartet das Nordsee-Heilbad neben geeigneten Unterkünften, die Menschen mit Einschränkungen gerecht werden, mit diversen barrierearmen oder gar –freien Angeboten auf. Schlendern und Shoppen für alle ist in Büsum problemlos möglich, denn die Fußgängerzone ist eben und breit gestaltet. Die meisten Geschäfte, Cafés und Restaurants sind für Kinderwagen, Rollstühle und Rollatoren sowie für Gäste mit Gehhilfen erreichbar. Vom Museumshafen aus laden die Ausflugsschiffe zu einer gemütlichen Fahrt auf die Nordsee ein – alles barrierearm. Für die Landratten bietet sich ein Spaziergang in Begleitung der Möwen am Hafenkai an. Hinter dem Leuchtturm geht es von hier aus dann übrigens barrierefrei über den Deich bis an die Nordsee. Und auch das Watt’n Hus - Freizeit und Informationszentrum in Büsum ist barrierefrei und erhielt vom Sozialverband Deutschland (SoVD), Landesverband Schleswig-Holstein, das „Gütesiegel für ein besonderes Engagement für die Teilhabe von behinderten und älteren Menschen in der Gesellschaft“. So gibt es Schiebetüren am Haupteingang, einen Fahrstuhl mit Braille-Tasten für Menschen mit Seheinschränkungen, eine barrierefrei erreichbare Tourist-Info, Veranstaltungsräume, Spielmöglichkeiten sowie behindertengerechte WCs. In der 2. Etage befindet sich unter anderem der barrierefreie Zugang zum Deich sowie zur Gastronomie. Das Gebäude lässt sich von außen zudem mit einer Rampe umfahren – der Weg auf den Deich ist somit zu jeder Zeit möglich. Rampen führen auf ganzer Deichlänge auf die Promenade, die zum Flanieren breit ist und von dort hinunter an die Wasserkante. Rampen von der unteren Promenade führen ans Wasser und ins Watt.

Dank entsprechender Rollstühle können auch Gäste mit Mobilitätseinschränkungen in Büsum Badevergnügen und Watterkundungen genießen. Bänke in ergonomisch vorteilhafter Form ermöglichen mittels Armlehnen den Umstieg. Neben den bekannten Strandkörben finden sich an der Büsumer Wasserkante auch besonders breite Strandkörbe im XXL-Format. Außerdem sogenannte barrierefreie Strandkörbe, die neben einem Sitzplatz einen durch eine Rampe zugänglichen und windgeschützten, barrierefreien Platz für Rollstuhl (oder Kinderwagen) bieten. Die Watt-Tribüne befindet sich am Hauptstrand direkt beim Watt’n Hus und wird besonders im Sommer regelmäßig für Veranstaltungen genutzt. Hier wurde darauf geachtet, dass die Fläche ein möglichst geringes Gefälle aufweist und eben ist. Bei den zahlreichen Events können daher alle Menschen teilnehmen und gemeinsam feiern. Für Personen mit Seheinschränkungen gibt es taktile Karten an den Deichaufgängen und die Treppengeländer sind mit Braille-Schrift gekennzeichnet. www.buesum.de/service/nachhaltigkeit/barrierearmer-urlaub
 

ZWISCHEN DEN KÜSTEN

Angeln ohne Grenzen in Schleswig-Holsteins größter Flusslandschaft

Ob Fliegenfischen auf Bach- und Meerforelle im Morgengrauen, Friedfischangeln bei strahlendem Sonnenschein oder Nachtangeln mit vorherigem Grillabend - das größte zusammenhängende Fluss- und Niederungsgebiet (160.000 ha) Eider-Treene-Sorge im Herzen Schleswig-Holsteins bietet mit seinem großen Fischreichtum das ideale Revier für unterschiedliche Angelausflüge. Nun möchte der Landessportfischerverband auch barrierefreies Angeln in Schleswig-Holstein ermöglichen. Sportanglerin Sabine Hübner sitzt selbst im Rollstuhl und arbeitet federführend an diesem Projekt. Mittlerweile sind bereits einige barrierefreie Angelplätze entstanden, zum Beispiel in Erfde-Bargen oder Friedrichstadt. In einigen Jahren soll es bis zu 50 barrierefreie Angelplätze im Land geben. www.barrierefreies-angeln-sh.de/index.php?lang=de
 

Barrierefreie Touren am Radfernweg Mönchsweg

Der Trägerverein des Radfernwegs Mönchsweg e.V. hat mit Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus drei auf Barrierefreiheit geprüfte Touren am Radfernweg Mönchsweg entwickelt. Das Deutsche Seminar für Tourismus hat die Touren nach den Kriterien von „Reisen für Alle“ zertifiziert. Zielgruppe für die Nutzung der Touren sind Menschen mit Gehbehinderungen und Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. So ist die „Steinwarder-Tour“ in Heiligenhafen (Ostsee) mit 5,5 Kilometern Länge barrierefrei für Menschen mit Gehbehinderungen. Für die „Glückstadt-Tour“ (25 km) und die „Bebensee-Tour“ (23 km) liegen ausführliche Informationen zur Barrierefreiheit vor. Kurze Tourenbeschreibungen sowie Karten und GPX-Daten für die Navigation gibt es auf der Website www.moenchsweg.de. Ein Informationsflyer in einfacher Sprache ist über die Geschäftsstelle Mönchsweg als PDF erhältlich.  
 

Neues Inklusionshotel und barrierefreies Schloss in Eutin

Im Juli 2022 eröffnete an der Eutiner Stadtbucht das Inklusionshotel SeeLoge. Das Hotel-Restaurant-Café verfügt über 44 Zimmer, eine Panorama-Sauna, Bankett-Saal, Bar und Gartenterrasse. Von dort aus bietet sich der Blick auf den Eutiner See und das nur 250 Meter entfernte Eutiner Schloss. In dem skandinavisch gestalteten Gebäude aus Holz, Naturklinker, Glas und Sichtbeton arbeiten Menschen mit und ohne Beeinträchtigung im Team. Mindestens 40 Prozent der Mitarbeitenden haben eine anerkannte Behinderung. Die SeeLoge ist das erste Inklusionshotel in Ostholstein und eins von insgesamt drei in Schleswig-Holstein. Doch nicht nur auf der Seite der Mitarbeitenden wird das Thema Barrierefreiheit großgeschrieben. Auch die Ausstattung orientiert sich an den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen oder Mobilitätseinschränkungen. Daher verfügt die SeeLoge über geeignete Toiletten sowie die stufenlose Erreichbarkeit aller Bereiche des Hotels. Alle Zimmer sind komplett Schwellen-frei. Ausgewählte Zimmer haben extragroße Türbreiten, Dreh-Radien und sonstige Extra-Ausstattung auch für große Rollstühle. Im rollstuhlgerechten Zimmer befindet sich ein Extra-Raum für eine Begleitperson. Assistenzhunde sind für manche Menschen unverzichtbar und daher auch herzlich willkommen. www.seeloge.de

Und auch das nur wenige Meter entfernte Eutiner Schloss hat im Bereich Barrierefreiheit in der letzten Zeit mächtig aufgeholt. In Zusammenarbeit mit dem Beirat für Menschen mit Behinderung in Ostholstein ist das Schloss in den letzten Jahren barrierefrei geworden. Das umfasst etwa einen Aufzug im Museum, einen Hebelift zum Restaurant Schlossküche und ein behindertengerechtes WC. Auch der historische Innenhof ist barrierefrei angelegt worden. Die Entwicklung geht aber noch weiter. Im Moment arbeitet das Schloss an der Einrichtung von zwei barrierefreien Parkplätzen. Das Schloss trägt bereits das Inklusionssiegel. www.schloss-eutin.de/
 

Barrierefrei durch Glückstadts Innenstadt

Der Glückstädter Marktplatz, ebenso wie die Einkaufsstraße, die Große Kremper Straße, wurden in den letzten Jahren mit einem abgeschliffenen Kopfsteinpflaster barrierefrei gestaltet. In diesem Jahr wurde zudem die Fläche am Fleth, die an den Marktplatz angrenzt, zu einem barrierefreien „Shared Space“ umgebaut. So haben Fußgänger und weitere nichtmotorisierte Fortbewegungsarten Vorrang, da sie die gesamte Breite nutzen können und andere Verkehrsteilnehmende sich nach ihnen richten müssen. Die Flächen für motorisierten Verkehr sind hingegen begrenzt. www.glueckstadt.de
 

OSTSEE

Ein Flensburg für alle!

„Ein Flensburg für alle“ – so lautet der Titel eines Projekts, bestehend aus Mitgliedern der Lebenshilfe mit und ohne Behinderung. Ziel des Projekts ist es, den Freizeitbereich in der Stadt barrierefrei zu gestalten. Im Zusammenhang mit diesem Projekt entstand der „Flensburger PLUSpunkt“ - ein Kennzeichen, das an Geschäfte und Einrichtungen vergeben wird. Wer den Flensburger PLUSpunkt bekommt, macht nicht nur seine Grundhaltung deutlich, sondern handelt auch – im Rahmen der eigenen Möglichkeiten und nach eigenem Bedarf. Ziel ist es, aktiv dazu beizutragen, dass Menschen mit Beeinträchtigungen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. www.ein-flensburg-fuer-alle.de/projekt.html; www.lebenshilfe-fl.de/projekte

Neben den Projekten in der Stadt wurde die Strandpromenade in Wassersleben (Harrislee) erneuert und barrierefrei gestaltet. So kommen Menschen im Rollstuhl über einen Holzsteg fast bis an die Wasserkante. Zudem stehen an einigen Stränden an der Flensburger Förde Strandrollstühle zur Verfügung. Eine Blindenleitlinie führt durch die Flensburger Fußgängerzone vom Südermarkt bis zum Nordermarkt. Hierbei handelt es sich um eine taktile Linie mit Aufmerksamkeitsfeldern, die es Sehbehinderten ermöglicht, sich hier selbständig zu bewegen. Alle Infos zu Barrierefreiheit an der Flensburger Förde: www.flensburger-foerde.de/urlaub-inklusiv
 

Projekt „Baden & Spielen – Inklusion am Eckernförder Strand“

An der Eckernförder Bucht ist das Thema Barrierefreiheit schon lange im Fokus. So wurde bereits im Jahr 2005 ein Beirat für Menschen mit Behinderungen in Eckernförde gegründet, der auf die besonderen Belange der Menschen mit Behinderungen oder Mobilitätseinschränkungen aufmerksam macht und bei der Umsetzung von Projekten berät und hilft. Das Tourismuskonzept Eckernförde 2030 definiert in der Vision, dass die Stadt Eckernförde nachhaltig agiert und Barrieren abbaut. Gemeinsam mit dem Beirat für Menschen mit Behinderung stimmen Stadt und die Eckernförde Touristik & Marketing GmbH entsprechende Maßnahmen im Stadtgebiet ab. Das neuste Projekt heißt „Baden & Spielen – Inklusion am Eckernförder Strand“ und soll bis Frühjahr 2023 abgeschlossen sein. Geplant ist, dass drei barrierefreie Strand-Mattenwege in die Ostsee geschaffen werden. Darüber hinaus sieht das Projekt den Ausbau von drei barrierefreien Strand-Zuwegungen sowie den Bau einer Strandschaukel-Kombi mit herkömmlichen und integrativen Schaukeln vor. Der Bau einer Strand-Disc-Golf-Anlage mit neun Stationen fokussiert sich vor allem auf Familien mit Kindern mit Behinderung.

Hinter dem Projekt steht das Ziel, Menschen mit Behinderung oder mobilen Einschränkungen den direkten Zugang in die Ostsee über den Strand ohne Hilfsmittel zu ermöglichen. Die entsprechenden Erweiterungen ermöglichen zudem die Anbindung an eine Strandaussichtsplattform und an einen Kinderspielplatz. Kinder im Rollstuhl können so etwa an einem umzusetzenden Strand-Matschspielplatz teilhaben. Dank der geplanten Schaukelkombination und der Disc-Golf-Anlage erwartet Kinder im Rollstuhl ab Frühjahr 2023 jede Menge Spiel und Spaß am Strand von Eckernförde. Natürlich ist die Anlage auch von allen anderen Strandgästen nutzbar. Weitere Infos zum barrierefreien Urlaub in der Eckernförder Bucht gibt es unter www.ostseebad-eckernfoerde.de/barrierefreier-urlaub.
 

Kiel: für alle eine Reise wert

Die Landeshauptstadt Kiel bietet viele Erlebnisse ohne Barrieren. Museen wie die Stadtgalerie, das Stadtmuseum Warleberger Hof und die Kunsthalle Kiel, Theater wie das Opernhaus und das Schauspielhaus Kiel sowie täglich stattfindende Hafenrundfahrten sind auch für Menschen im Rollstuhl zugänglich. Eine Übersicht aller Angebote gibt es unter www.kiel-sailing-city.de/service/ueber-kiel/kiel-barrierefrei.html

Noch mehr Übersicht ermöglicht der Kieler Rolliführer. Dieser bietet eine Datenbank für Menschen im Rollstuhl, in der barrierefreie Orte und Einrichtungen, sortiert nach unterschiedlichen Kategorien, zu finden sind. Über die Filtereinstellungen lassen sich die Suchergebnisse eingrenzen. Die Daten werden regelmäßig aktualisiert. www.kiel.de/de/gesundheit_soziales/menschen_mit_behinderung/rollifuehrer/

Und auch Stranderlebnisse in der Region sind dank des Strandrollstuhls der FördeFeWo in Laboe kein Problem. Diesen können Gäste kostenlos ausleihen und damit ungehindert an den Strand fahren. Der Strandrollstuhl lässt sich komfortabel im Sand und an der Wasserkante entlang schieben. www.foerdefewo.de/de/strandrollstuhl
 

Zugänglichkeit und Komfort für alle auf Fehmarn

Die Initiative „Zugänglichkeit und Komfort für alle“ auf Fehmarn beschäftigt sich mit Themen rund um Barrierefreiheit auf der Insel. So wurde erst kürzlich eine neue Rampe an der Südstrandpromenade zwischen FehMare und Haus des Gastes errichtet. Ein neuer barrierefreier Steg mit Wasserzugang und einer Bank direkt am Hauptaufgang des Südstrandes ermöglicht mobilitätseingeschränkten Menschen, ihre Füße an warmen Tagen in die Ostsee zu halten. Darüber hinaus verkaufen die Tourist-Infos gegen Vorlage des Behindertenausweises, der die erforderlichen Eintragungen nachweist, die europaweit einheitlichen Euroschlüssel. Diese ermöglichen körperlich beeinträchtigten Menschen den Zugang zu behindertengerechten sanitären Anlagen und Einrichtungen. Gemeinsam mit den vor Ort ansässigen Beherbergungsbetrieben, Gastronomen und dem Einzelhandel wurden barrierefreie und rollstuhlgerechte Orte in der Online-Karte „wheelmap“ markiert. Auch die von der SOZIALHELDEN UG initiierte „wheelramp“, eine Rollstuhlrampe, die zur Überbrückung von ein bis zwei Stufen dient, steht Einzelhändlern, Gastronomen oder Hoteliers ab sofort zum Testen zur Verfügung und kann beim Tourismus-Service kostenlos ausgeliehen werden. Gäste und Einheimische haben überdies die Möglichkeit, einen Fragebogen zur Barrierefreiheit sowohl in den Tourist-Informationen als auch online unter www.fehmarn.de/service/barrierefreiheit auszufüllen. www.fehmarn.de
 

Ein Spielplatz für alle Sinne in Kellenhusen

Ob Klein oder Groß, Jung oder Alt, mit und ohne Handicap: auf der 1.400 Quadratmeter großen Fläche des Inklusionsspielplatzes in Kellenhusen ist ein Miteinander-Spiel und Spaß möglich. Der Erlebnisspielplatz liegt nicht weit entfernt vom Strand und bietet Spielgeräte zur Schärfung der Sinne, der Sensorik sowie der Körperbalance und Bewegung. Alle Spiel-Elemente sind barrierefrei zu erreichen, die Wegführung und der in Blau- und Grüntönen gegossene Fallschutz machen es möglich. www.kellenhusen.de
 

Inklusives Miteinander in ausgewählten Jugendherbergen in Schleswig-Holstein

Auch Menschen mit Mobilitätseinschränkung können einen komfortablen Aufenthalt in mehreren Jugendherbergen im echten Norden genießen. So bieten beispielsweise die Jugendherbergen Büsum und Bad Malente nach umfassenden Modernisierungen barrierefreie Zimmer. Geräumige Badezimmer sind oft direkt am Zimmer und verfügen über die notwendigen Ausstattungsmerkmale wie Haltegriffe, unterfahrbare Waschbecken und kippbare Spiegel. Auch die Aufenthaltsbereiche sind frisch und rollstuhlgerecht gestaltet. In Bad Malente ist der Seeblick inklusive. In Büsum liegt der malerische Hafen direkt vor der Herbergstür.

Einem inklusiven Miteinander haben sich die Jugendherbergen in Deutschland seit jeher verschrieben. Eines von vielen Beispielen hierfür ist auch die Jugendherberge Niebüll. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Beeinträchtigung im Team zusammen. Gemeinsam ermöglichen sie Schulklassen, Gruppen und Einzelreisenden mit Inklusionsbedarf eine sorgenfreie Auszeit. Die gesamte Jugendherberge ist ebenerdig gebaut. Die Gebäude sind wie ein kleines Dorf rund um das Herbergsgelände mit Spielgeräten und Kräutergarten angeordnet. Nicht nur die Räumlichkeiten der modernen Jugendherberge sind ideal für Menschen mit Mobilitätseinschränkung geeignet, auch das Herz des Hauses schlägt für die Vielfalt der Gäste in allem, was die Herbergsmutter Sabrina Kosinska und ihr Team tun. Wird neben den sechs barrierefreien Zimmern etwa ein Zimmer mit Pflegebett benötigt, wird das Pflegebett kurzerhand angemietet. Zudem gibt es unterschiedliche Programme für alle. Weitere Infos unter https://niebuell.jugendherberge.de.

Alle barrierefreien bzw. barrierearmen Jugendherbergen im Norden sind unter www.jugendherberge.de/nordmark/inspiration/rollstuhlfahrer/ zu finden.

 

Weitere Informationen zum Barrierefreien Reisen sowie zum Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ finden sich unter: www.sh-tourismus.de/barrierefreies-reisen

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    Barrierefrei unterwegs in Büsum

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Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH
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