Unbekanntes Herzogtum Lauenburg

Kiel, 12. August 2021

Ob Natur, Wassersport, besondere Aktivitäten oder historische Städte: Es gibt jede Menge Außergewöhnliches zu erleben im Herzogtum Lauenburg im Südosten Schleswig-Holsteins, abseits der Besucherströme.

Über der Altstadt der Eulenspiegelstadt Mölln thront die St. Nicolai-Kirche. © Carina Jahnke / HLMS GmbH
© Carina Jahnke / HLMS GmbH

Die Region ist bekannt als so genannte „Süßwasseralternative“ Schleswig-Holsteins und hält so manchen weniger bekannten Ort sowie besondere Erlebnisse bereit: Das Herzogtum Lauenburg im Südosten des Bundeslandes. Naturfreunde gehen in den geheimnisvollen Wäldern wandern und kühlen sich an heißen Tagen in einem der zahlreichen Seen ab. Wassersport-Fans können aus einer breiten Angebotspalette wählen. Und in den Städten Mölln, Geesthacht, Ratzeburg und Lauenburg gibt es Spannendes und Historisches zu entdecken. Wie facettenreich die Region ist, zeigen die nachfolgenden Tipps der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein.

Wasser, Wasser, Wasser überall
Wie funkelnde Edelsteine liegen sie überall versteckt in den Wäldern, die über 40 Seen des Naturpark Lauenburgische Seen. Geformt in der letzten Eiszeit, ist er der älteste Naturpark in Schleswig-Holstein. Einen immensen Schatz an Vielfalt und Artenreichtum bewahrt das 474 Quadratkilometer große Gebiet, zu dem etwa der Seeadler, der Eisvogel und die seltene Grüne Waldhyazinthe zählen. Neben Badevergnügen und romantischen Spaziergängen steht Wassersport in der Region ganz hoch im Kurs, zum Beispiel am Ratzeburger See. Er ist ein beliebtes Binnensegelrevier und auch die Ruderer des Olympiastützpunktes in der Ruderakademie gehören mit ihren schnittigen gelben Booten einfach dazu. Die Ratzeburger Stadtinsel, die von vier Seen umgeben ist, lässt sich komplett vom Wasser aus umrunden. Ebenfalls mindestens einen Ausflug wert ist der Schaalsee im Osten des Herzogtums. Mit fast 72 Metern ist er übrigens der tiefste See Norddeutschlands. Mitten hindurch verlief einst die innerdeutsche Grenze. Heute verbindet er die Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern miteinander. Eine neue Wasserkarte hält Informationen zum Wasserspaß bereit. www.herzogtum-lauenburg.de/suesswasseralternative

Narrentum in Mölln
Was es mit der Legende von Till Eulenspiegel auf sich hat, erfahren Gäste bei einem Besuch der Kleinstadt Mölln. Hier soll er im Jahr 1350 gestorben und stehend unter der Eulenspiegel-Linde begraben worden sein. Der Mythos um den norddeutschen Schalk und seine unzähligen Streiche hält sich seit mehreren hundert Jahren. Ob der berühmte Narr tatsächlich im Mittelalter sein Unwesen getrieben hat, ist nicht ausreichend belegt. Sicher ist jedoch, dass der Kult um den frechen Kerl ungebrochen ist. Alle drei Jahre finden hier die Eulenspiegel-Festspiele statt und es gibt Tagestouren sowie weitere Veranstaltungen zum Thema. www.moelln-tourismus.de/till-eulenspiegel
Eine passende Unterkunft bietet die Jugendherberge Mölln. In einem denkmalgeschützten Fachwerkhaus befinden sich einerseits moderne Aufenthaltsmöglichkeiten, gleichzeitig bewahrt das historische Haus die Erinnerung an Till Eulenspiegel. Viele Details erinnern an den sagenumwobenen Schalk, der bis heute das malerische Stadtbild Möllns prägt. Das riesige Gelände der Jugendherberge Mölln auf einer Anhöhe am Ziegelsee ist umrandet von Wald und lädt zum ausgelassenen Spielen und Toben ein. Infos und Buchungsmöglichkeiten unter www.moelln.jugendherberge.de

Naturerlebnisse und Sehenswürdigkeiten entlang der Elbe
Ein weiterer Naturschatz im Herzogtum Lauenburg ist das Hohe Elbufer. Das Naturschutzgebiet lässt sich wunderbar mit dem Rad erkunden und bietet einmalige Blicke auf die Elbe. Der Elberadweg führt von Lauenburg bis Brunsbüttel auf 170 Kilometern durch Schleswig-Holstein. Entlang der Strecke gibt es neben Stränden, kleinen Inseln, Sandbänken und romantischen Aussichtspunkten im Grünen jede Menge Sehenswürdigkeiten zu entdecken. In Lauenburg etwa berichtet das Elbschifffahrtsmuseum über die Elbeschifffahrt. Die Schipperhöge in Lauenburg ist eine uralte Tradition. Und wie sich die Stadt Geesthacht vom Handwerkerdorf zum Innovationsstandort entwickelt hat, erfahren Gäste im Geesthachtmuseum! In der kleinen Stadt an der Elbe erfand Alfred Nobel das Dynamit und Wilhelm Holert den Kalksandstein. Wer Lust auf einen nostalgischen Ausflug hat, fährt mit der schnaufenden Dampflok Karoline von Geesthacht nach Bergedorf. www.herzogtum-lauenburg.de/elbe-zwischen-lauenburg-und-geesthacht
www.herzogtum-lauenburg.de/schifffahrt-in-lauenburg
www.herzogtum-lauenburg.de/stadtgeschichte-in-geesthacht

Glückseligkeit im Sachsenwald
„Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann, ohne glücklich zu sein,“ sagte einst der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewskij. So finden Besucherinnen und Besucher im Sachsenwald jede Menge Glückseligkeit, denn mit rund 70 Quadratkilometern ist es das größte geschlossene Waldgebiet Schleswig-Holsteins. Als Geschenk an Otto von Bismarck befindet er sich noch heute im Familienbesitz. Die Box-Legende Max Schmeling bereitete sich einst als Freund der Bismarcks im Sachsenwald auf einen wichtigen Kampf vor. Heute finden sich hier stilvolle Hotels und Restaurants, ein Kletterpark, der Schmetterlingsgarten, das Bismarck-Museum und Mausoleum, Wanderwege und vieles mehr was glücklich macht. www.herzogtum-lauenburg.de/sachsenwald-vor-den-toren-hamburgs

Auf zwei Rädern durch die Region
Landschaftlich schöne und abwechslungsreiche Radstrecken hat das Herzogtum Lauenburg zu bieten. Thematische Tagesrundtouren sind aktuell besonders beliebt. Dazu zählt etwa die Bauernhofradtour, die vor einigen Jahren den ADAC-Tourismuspreis gewonnen hat. Auf 41 Kilometern erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine vielfältige Landschaft und können sich gleichzeitig über die moderne Landwirtschaft informieren. Eine idyllische Einkehr ist an verschiedenen Orten, wie etwa in Kaiser‘s Bauernhofcafé in Salem möglich. Ganz neu ist die Tour de Grass von den Lübecker Museen. Mit der gleichnamigen Smartphone-App erfahren die Gäste die Landschaft des Künstlers Günter Grass und erleben seine Werke an den Orten, an denen sie der Künstler einst schuf. Die 46 Kilometer lange Strecke führt von der Eulenspiegelstadt Mölln entlang des Elbe-Lübeck-Kanals bis zur Hansestadt Lübeck und verspricht ein literarisches Erlebnis der besonderen Art. www.herzogtum-lauenburg.de/tour-de-grass-auf-den-spuren-des-nobelpreistraegers
www.herzogtum-lauenburg.de/die-bauernhoftour

Historisches in der Inselstadt Ratzeburg
Das Zentrum Ratzeburgs liegt auf einer Insel und ist umgeben von vier Seen. Wer die Inselstadt und Umgebung aktiv erkunden möchte, begibt sich auf Wanderschaft, tritt in die Pedale oder entdeckt die Region mit dem Boot vom Wasser aus. Die Stadt blickt auf eine 950-jährige Geschichte zurück und fasziniert mit einer Vielzahl historischer Gebäude. Bekannt ist Ratzeburg für seinen Dom, der gemeinsam mit dem Domkloster eindrucksvolle Kunstschätze beherbergt. Der von Heinrich dem Löwen um 1165 begonnene Bau wurde 1220 vollendet und prägt bis heute das Stadtbild. Weitere kulturelle Höhepunkte bieten die Ausstellungen im Kreismuseum und im A. Paul Weber-Museum. Ernst Barlach verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Ratzeburg. Das „Alte Vaterhaus“ beherbergt heute ein Museum über den Künstler. www.herzogtum-lauenburg.de/ratzeburg-inselstadt

Gaumenfreuden in Hofcafés und Hofläden
Bei einer herzoglichen Landpartie durch die Region darf mindestens ein Besuch in einem der zahlreichen Hofcafés und Hofläden nicht fehlen. Egal ob während einer Wanderung, einem gemütlichen Spaziergang oder einer aktiven Radtour: Eine Rast mit einer dampfenden Tasse Kaffee und einem Stück selbstgebackener Torte tut der Seele und den müden Gliedern gut. Die Hofläden laden zum ländlichen Einkaufsbummel ein und bieten erntefrische Produkte sowie liebevoll Selbstgemachtes zum Verkauf an. www.herzogtum-lauenburg.de/hofcafes-hoflaeden

Besondere Erlebnisse: Von Disc-Golf bis Lama-Spaziergang
Freizeitspaß gibt es vor den Toren Hamburgs zuhauf, sowohl Altbewährtes als auch ungewöhnliche Tipps für Aktivitäten finden sich hier. Wie wäre es zum Beispiel mit Disc-Golf in Mölln, einer neuen Trendsportart? Ähnlich zum Golfen versuchen die Spieler beim Disc-Golf, eine Frisbeescheibe mit so wenigen Würfen wie möglich in einen etwa 1,40 Meter hohen Korb zu werfen. Wer die herkömmliche Variante bevorzugt, versucht sich im Swingolf in Duvensee. Bei dieser Funsportart benötigen die Spieler nur einen Schläger und Ball und Löcher sind größer. Freunde alten Blechs haben in Schattin die Gelegenheit, Oldtimertrecker zu mieten und selbst zu fahren. Zu mehr Ausgeglichenheit, Ruhe und zu sich selbst finden Gäste mit „Lamasté“ in Mannhagen: Bei einem Lama-Spaziergang überträgt sich die gemächliche Gangart der Tiere auf den Menschen und beschert innere Balance. Noch mehr Tipps finden sich unter www.herzogtum-lauenburg.de/anbieter-besaktiv.

Musik auf Gut Wotersen
Das Gut Wotersen liegt an der Alten Salzstraße auf halbem Weg zwischen Lübeck und Lüneburg. Die Gutsanlage mit dem dreiflügeligen Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert und der Reithalle aus dem 19. Jahrhundert gehört seit den allerersten Jahren fest zu den besonderen Spielstätten des Schleswig-Holstein Musik Festival. In diesem Jahr finden alle Konzerte unter freiem Himmel statt. Ein Höhepunkt ist das Konzert von Jan Plewka, Sänger der erfolgreichen Band „Selig“. Außerdem lockt ein Kindermusikfest, das unter anderem mit KiKA-Moderator Juri Tetzlaff und „Peter und der Wolf“ einen tollen Tag für das jüngste Festivalpublikum bietet. Infos und Tickets unter www.shmf.de/de/spielort/schlossbuehne-open-air-254

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