Tourismusbilanz für Schleswig-Holstein

Kiel, 27. August 2019

Erneut mehr Gäste und Übernachtungen im 1. Halbjahr 2019

Tourismusminister Dr. Buchholz und TA.SH-Geschäftsführerin Dr. Bunge bei der Pressekonferenz zur Halbjahresbilanz für Schleswig-Holstein © TA.SH
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Das erste Halbjahr 2019 ist aus touristischer Sicht in Schleswig-Holstein sehr positiv verlaufen. Das Statistikamt Nord meldet fast vier Millionen Ankünfte (exakt: 3.925.226 inkl. Camping) innerhalb der ersten sechs Monate. Das bedeutet einen Zuwachs von 5,1 Prozent (ggü. 1. Hj. 2018). Die Zahl der Übernachtungen stieg auf rund 14,57 Millionen, ein Plus von 5,7 Prozent (ggü. 1. Hj. 2018). Lediglich die Monate März und Mai verzeichneten keine Zuwächse.

Damit ist es insgesamt das beste Halbjahresergebnis im Schleswig-Holstein-Tourismus.

Die Gründe dafür, dass sich nach dem Rekordjahr 2018 das Gästeaufkommen im ersten Halbjahr 2019 auf so hohem Niveau stabilisiert hat, sind vielfältig. Die Entwicklung im nördlichsten Bundesland reiht sich in die bundesweite Tendenz ein. Deutschland ist als Reiseland beliebt. Der Tourismus verzeichnet bundesweit laut Statistischem Bundesamt für das erste Halbjahr ein Plus von 3,7 Prozent. Die Tourismusstrategie der TA.SH hat für Schleswig-Holstein das zentrale Ziel, die schwächeren Monate November bis April zu bewerben.  Der erfreuliche Jahresstart im Januar und Februar zeigt, dass diese Strategie erste Früchte trägt. Dass die Monate März und Mai unterdurchschnittlich verliefen, ist unter anderem der Lage der Feiertage (Ostern im April, Pfingsten im Juni) und dem Wetter geschuldet. Der Mai war mit durchschnittlich 10,9 Grad Celsius vergleichsweise kalt. Der Juni wiederum profitierte von freien Tagen über Pfingsten und den hochsommerlichen Temperaturen mit weit über 30 Grad Celsius.


Die Regionen im Halbjahres-Vergleich:

Wie auch in den Vorjahren sind die schleswig-holsteinischen Küstenregionen bei Touristen am beliebtesten. Sonne, Meer und Strand üben bei Urlaubern nach wie vor eine große Anziehungskraft aus. Somit stieg das Übernachtungsaufkommen in den ersten sechs Monaten (ggü. 1. Hj. 2018) an der Nordsee um 6,7 Prozent, an der Ostsee um 6,2 Prozent. Auch das Binnenland konnte mit 3,7 Prozent Zuwachs im ersten Halbjahr 2019 punkten. Aktuell nicht im Trend liegt die Holsteinische Schweiz mit 385.806 Übernachtungen für das erste Halbjahr 2019. Das entspricht einem Rückgang von 3,6 Prozent (ggü. 1. Hj. 2018). Bei den Ergebnissen des Statistischen Landesamtes ist die Berichtskreiserweiterung zu beachten, welche die Zuwächse auch noch in 2019 relativiert. (Link zum Statistikamt: https://www.statistik-nord.de/fileadmin/Dokumente/Statistische_Berichte/industrie__handel_und_dienstl/G_IV_1_m_S/G_IV_1-m1906_SH.pdf)


Einschätzungen

„Die aktuellen Halbjahreszahlen belegen, dass unsere Küstenregionen die stärksten Tourismus-Magnete sind. Das enorme quantitative Wachstum der vergangenen Jahre an Nord- und Ostsee bedeutet aber auch, dass wir in Zukunft hier vor allem auf qualitatives Wachstum setzen werden. Und wir müssen deutlicher sagen: Wir haben mehr als Meer! Das Binnenland hat erhebliches Potenzial, das schöpfen wir im Moment noch nicht gut genug aus. Da liegen echte Perlen verborgen, die wir noch besser polieren müssen“, bilanziert Dr. Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein.

„Das Ranking und die Zuwächse in den beliebtesten Tourismusorten zeigen: Wo neue Unterkünfte entstehen und attraktive Veranstaltungen angeboten werden, wächst das Gästeaufkommen“, kommentiert  Dr. Bettina Bunge, Geschäftsführerin der TA.SH. „Der Gästeanteil aus dem Ausland liegt bei nahezu unverändert 6,6 Prozent. Da wollen wir stärker werden und vor allem in die Märkte Dänemark, Schweiz, Schweden und die Niederlande investieren. Besonders wichtig für das Geschäft in der Nebensaison ist die Tagungs- und Kongresswirtschaft. Erst fünf bis zehn Prozent des gesamten Übernachtungsvolumens werden in diesem Segment erwirtschaftet. Hier ist noch Handlungsbedarf“, so Bunge. Sie betont, dass das gute erste Halbjahr nicht zuletzt auch ein Ergebnis der gemeinsamen  Anstrengung der Tourismusakteure im ganzen Land ist. 


Details:

Die Juni-Zahlen 2019:

Der Juni 2019 reiht sich in die positiven Monate ein. Es kamen 1.082.312 Gäste (Ankünfte inkl. Camping). Damit stieg das Gästeaufkommen gegenüber Juni des letzten Jahres um 10,3 Prozent. Die gebuchten Übernachtungen (4.336.965 inkl. Camping) wuchsen um 13,8 Prozent.


Die TOP-10 Destinationen im ersten Halbjahr 2019:

1. Sylt (+1,9 %)                                              6. Büsum (+12,3%)

2. Lübeck (inkl. Travem.) (+10,7 %)           7. Fehmarn-Stadt (+11,1%),

3. St. Peter-Ording (+12,1 %)                     8. Kiel (+8,1%)

4. Timmendorfer Strand (- 4,8 %)              9. Wyk auf Föhr (+9,5%)     

5. Grömitz (- 1,2%)                                       10. Scharbeutz (+5,6%)


Die Aufenthaltsdauer:

Im Durchschnitt blieben die Gäste 3,7 Tage in Schleswig-Holstein (inkl. Camping).
 

Die Verteilung der Gäste nach Herkunftsregion:

Insgesamt kamen 93,4 Prozent der Urlauber aus Deutschland. 6,6 Prozent aus dem Ausland, überwiegend aus Dänemark, gefolgt von Schweden, Schweiz, Polen und den Niederlanden.


Der Auslandstourismus wächst mit +9 Prozent stärker als der Inlandstourismus (+5,4%).

Auswertungen siehe auch: www.sh-business.de/statistische-auswertungen

Diese Pressemitteilung steht Ihnen als Download zur Verfügung.

 

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