Tierisch gut

Kiel, 25. September 2020

Kegelrobbe, Wattwurm oder auch Lama – sie alle und viele weitere Arten sind in Schleswig-Holstein zu finden. Für alle kleinen und großen Besucher, die die tierischen Bewohner genauer kennenlernen wollen, bietet der echte Norden die verschiedensten Angebote. Ob an Nord- und Ostsee oder im Binnenland: Die Ausflugsziele lassen die Herzen von allen Tierfreunden höher schlagen.

Mehrere Kinder stehen vor einem großen Aquarium, in dem ein Tauer Fische füttert  © Andreas Birresborn/LKN.SH
© Andreas Birresborn/LKN.SH

Hier eine Auswahl aus den Regionen:

BINNENLAND

Mölln: Einfach entdecken und erleben
Wieso färben sich eigentlich die männlichen Moorfrösche im Frühjahr blau? Diese und viele weitere spannende Geheimnisse aus dem schleswig-holsteinischen Tierreich lüften kleine und große Besucher im Naturparkzentrum Uhlenkolk. Hier leben auf 22 Hektar rund 30 verschiedene Tierarten – darunter Damhirsch, Wildschwein oder auch Barsch. Das Besondere: Das Entdecken steht hier im Vordergrund. Deshalb müssen Besucher schonmal ganz genau hinsehen und etwas Geduld mitbringen, um die tierischen Parkbewohner zu beobachten. Vieles erscheint dabei rätselhaft und unerwartet. Die Spielstationen des Carmen-Langmaack-Erlebnispfades greifen einige dieser Überraschungen – wie etwa den Unterschied zwischen Reh- und Damwild – auf und machen sie für die Besucher erlebbar. Für alle kleinen Gäste lohnt sich ebenfalls ein Besuch auf einem der zwei Parkspielplätze. Während die Kinder sich hier austoben, genießen die Erwachsenen ein mitgebrachtes Picknick oder einen kleinen Snack.

Mannhagen: Von Südamerika in den echten Norden
Ziemlich entspannt und ein Hauch peruanisch: Regelmäßig bietet Silke Christensen von Lamasté Interessierten Lama-Spaziergänge an. Hier begleiten in der Regel jeweils zwei Teilnehmer ein Lama. Der Spaziergang dauert inklusive Einführung etwa eineinhalb Stunden und führt die ungewöhnliche Wandergruppe durch die Felder des Herzogtums Lauenburg. Deshalb gilt: festes Schuhwerk nicht vergessen. Eine Voranmeldung ist ebenfalls notwendig.

Wentorf: Mal ganz in Ruhe
Ihnen ist Stress und Eile fremd: Die Esel Herbie, Ole und Karlchen zeigen Tierfreunden auf einer Wanderung das Wentorfer Umland aus ihrer ganz eigenen Sicht. Nach einer Einführung geht es von der Wentorfer Lohe in den angrenzenden Sachsenwald. Je nach Tour-Dauer und Witterung legt die Wandergruppe mehrere Pausen ein. Ein kleines Satteltaschen-Picknick darf ebenfalls nicht fehlen. Zurück am Ausgangspunkt gibt es eine Schüssel mit Obst und Leckerli für die Vierbeiner und Kaffee und Kuchen für die Zweibeiner. Eine Anmeldung ist auch hier vorab erforderlich.

Warder: Bedrohte Tierarten schützen
Knapp 1.200 Tiere aus über 80 verschiedenen Arten leben auf dem 40 Hektar umfassenden Gelände der Arche Warder. Und diese verfolgt ein ganz besonderes Ziel: vom Aussterben bedrohte Haus- und Nutztierrassen zu schützen. So zählen unter anderem Poitou-Esel, Angler Rinder und Dänische Sortbroget Schweine zu den Bewohnern der Arche. Für alle, die den Tierpark in all seinen Facetten kennenlernen wollen, bietet sich eine Rundtour an. Hierbei können sich Besucher zwischen drei unterschiedlich langen Routen entscheiden. Das Café-Restaurant und die Park-Spielplätze laden zu kleinen Verschnaufpausen ein. 

Großenaspe: Bildung im Mittelpunkt
Vom Auerhahn über den Mäusebussard bis hin zur Zwergziege: In der Naturerlebnisstätte Wildpark Eekholt können Besucher etwa 100 einheimische Tierarten bestaunen. Und diese leben in Gehegen, die ihren natürlichen Lebensräumen nachempfunden sind. So sind etwa Waldflächen, Moor, der Fluss Osterau und Feuchtwiesen auf dem 67 Hektar großen Areal zu finden. Hierdurch erfahren Gäste Wissenswertes über das Leben der Tiere in ihrer gewohnten Umgebung und sollen somit für die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz sensibilisiert werden. Damit das gelingt, bietet der Park – der von der schleswig-holsteinischen Landesregierung als Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit zertifiziert ist – verschiedenste Angebote für kleine und große Besucher an. Diese können während eines entspannten Ausflugs am Vormittag oder im Rahmen eines mehrtägigen Projekts am Nachmittag stattfinden.

OSTSEE

Travemünde: Strandkrabbe und Seestern
Hier darf man angucken, fühlen, füttern und Fragen stellen: Auf dem Priwall lädt die Ostseestation zu einem Besuch des Umweltzentrums und der Aquarien mit heimischen Meerestieren ein. Können Ohrenquallen hören? Sind giftige Petermännchen wirklich gefährlich und haben Katzenhaie sieben Leben? Wer sich traut, darf eine Strandkrabbe oder einen Seestern auf die Hand nehmen. Es ist ebenfalls möglich, die Welt von Plankton & Co. durch ein Mikroskop zu erleben. Anschließend geht es in den Aquarienraum: Hier können kleine und große Gäste Plattfischen und Stichlingen bei der Fütterung zuschauen.

NORDSEE

Tönning: Wale, Watt und Weltnaturerbe
Von Angesicht zu Angesicht mit einem Pottwal – im Multimar Wattforum in Tönning ist diese Begegnung der besonderen Art möglich. Das größte Besucherzentrum des schleswig-holsteinischen Nationalparks Wattenmeer lockt unter anderem mit einem lebensgroßen Pottwal-Modell. Aber damit nicht genug. In der 3.125 Quadratmeter großen und interaktiven Ausstellung entdecken Besucher das Watt. So können große und kleine Gäste Wattbewohner berühren und durch einen Wellentunnel krabbeln. Gäste tauchen ebenfalls ab in die Nordsee und lernen ihre Bewohner kennen: 37 Aquarien geben Einblicke in die vielfältigen Lebensräume von Seepferdchen, Stör, Hummer, Qualle & Co. An zwei Tagen pro Woche füttert ein Taucher die Tiere und beantwortet Fragen.

Husum: Wattenmeer zum Anfassen
Darf es noch ein bisschen mehr Wattenmeer sein? Auch im Husumer Nationalpark-Haus kommen Besucher voll auf ihre Kosten. Die im vergangenen Jahr komplett neu gestaltete Ausstellung informiert über das Weltnaturerbe und den Landschafts- und Klimawandel. Auch die Vogelwelt und die heimischen Meeressäuger stehen hier im Mittelpunkt. So lädt ein großes Aquarium dazu ein, die Unterwasserwelt des einmaligen Ökosystems zu entdecken. Vom Tierstimmen-Raten bis zur Bestimmung heimischer Strandfunde mit dem „BeachExplorer" – verschiedene Audio-Stationen und Touch-Screens bieten ein interaktives Erlebnis. Kernstück der Ausstellung ist ein Fühlbecken, das direkten Kontakt mit den Wattbewohnern ermöglicht. Neu hinzugekommen sind auch ein kleines Kino, das Kurzfilme über das Wattenmeer zeigt, sowie ein Multifunktionsbereich. Dieser bietet Raum für Veranstaltungen und Vorträge.

Büsum: Pause auf der Sandbank  
Für alle, die das Watt unter den Füßen und dessen vielfältige Tierwelt live erleben wollen, ist eine ausgiebige Wanderung durch das UNESCO-Weltnaturerbe ein absolutes Muss. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Watt-Tag vor Büsum?  Hier beobachten Interessierte unter anderem Silbermöwen, Trauerenten oder Wanderfalken mit dem Fernglas. Kleine Bewohner – wie Wattwürmer, Muscheln und Strandkrebse – liegen den Wanderern buchstäblich zu Füßen. Auch Seehund-Fans kommen den Tieren mit Kulleraugen ganz nah: Bis zum 1. November steuern Schiffe eine der größten Seehundbänke der deutschen Nordsee an. Diese liegt knapp 20 Kilometer vor der Küste Büsums und dient bis zu 100 Tieren als Ruheplatz. Was Seehunde genau in ihren Entspannungsphasen machen, können Watt-Besucher aus geringer Entfernung vom Schiff aus beobachten.

Friedrichskoog: Ein Zuhause für Heuler
Es geht wieder los: Nach umfangreichen Aus- und Umbauarbeiten ist die Seehundstation in Friedrichskoog in Teilen wieder für Besucher geöffnet. Hier beobachten kleine und große Gäste Seehunde und Kegelrobben ganz aus der Nähe. Im Informationszentrum „Seehund“ und der Erlebnisausstellung „Robben der Welt“ erfahren Interessierte Wissenswertes über die Meeresbewohner. Die Seehundstation ist auch eine Aufzuchtstelle für kranke oder von der Mutter verlassene Heuler. Die Jungtiere werden vom zuständigen Seehundjäger beurteilt und an die Station übergeben. Der gesamte Aufzuchtbereich ist zwar für Besucher nicht zugänglich, aber Videokameras ermöglichen eine störungsfreie Beobachtung der Tiere.

St. Peter-Ording: Von Seehunden und Störchen
Auch hier sind Seehunde Zuhause: Der Westküstenpark & Robbarium in St. Peter-Ording verfügt über eine Seehundanlage mit reinem Nordseewasser. Hier finden zweimal täglich öffentliche Fütterungen statt – viele Informationen rund um Lebensraum und -weise der Tiere inklusive. Und die Meeressäuger befinden sich in bester Gesellschaft. Denn auf dem knapp 15 Hektar großen und barrierefreien Areal leben mehr als 800 weitere Tiere. So ist der Park im Sommer die Heimat für etwa 40 Störche bevor sich diese in den kalten Monaten Richtung Süden aufmachen. Ziegen freuen sich über Streicheleinheiten von Gästen, welche anschließend Wüstenbussarde in begehbaren Großvolieren bewundern können. Alpakas, Marabus, Esel und Co. sind ebenfalls auf den Wiesen und Weiden des Parks anzutreffen. Bei allen Begegnungen stehen die Tiere und deren Lebensraum im Mittelpunkt. So sollen vor allem die jüngeren Besucher für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur sensibilisiert werden. Aber auch das Toben kommt nicht zu kurz: Hüpfkissen, Kinderscheune, Schaukeln, Sandkiste und Riesenrutsche runden einen ereignisreichen Tag im Westküstenpark ab.

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