Schleswig-Holstein-Tourismus im August 2021: Höchststand bei den Übernachtungen

Kiel, 22. Oktober 2021

Die Übernachtungszahlen des Statistikamtes Nord belegen für August 2021 einen Höchststand bei den Übernachtungen. Auch der Trend zu längerer Aufenthaltsdauer setzt sich weiter fort. Tourismusminister Buchholz warnt jedoch, die Hände in den Schoß zu legen.

Ein Fahrrad steht vor einem Feld im Sonnenuntergang. © www.ostsee-schleswig-holstein.de / Oliver Franke
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Kiel. In den gewerblichen Beherbergungsstätten und auf den Campingplätzen von Schleswig-Holstein sind im August dieses Jahres 1,179 Mio. Gäste angekommen. Damit ist das Gästeaufkommen gegenüber dem August des Vorjahres um 3 % gestiegen. Im Vor-Corona-August 2019 kamen mit 1,180 Mio. Übernachtungsgästen nahezu gleich viele Gäste in das nördlichste Bundesland. Sie sind dann länger geblieben, wie sich an den Übernachtungszahlen ablesen lässt.

6,43 Mio. Übernachtungen im August dieses Jahres sind ein Höchststand. Das entspricht +10,8% ggü. dem August 2020. Und auch gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 ist es ein Plus: Im August 2019 wurden 5,571 Mio. Übernachtungen verzeichnet.

Die Aufenthaltsdauer der Gäste in Schleswig-Holstein lag im August 2021 durchschnittlich bei 5,5 Tagen, d.h. die Tendenz des längeren Aufenthaltes setzte sich fort. Und auch die Bettenauslastung war mit 67,6% im Vergleich der letzten Jahre noch nicht so hoch wie in diesem Monat.

Im Jahresverlauf der Monate Januar bis August wurden somit insgesamt 21,24 Mio. Übernachtungen gezählt, das sind trotz der 20 Wochen Schließzeiten zu Beginn des Jahres zwar plus 3,4% ggü. Vorjahreszeitraum, aber noch minus 19% im Vergleich zum Vor-Corona-Zeitraum 2019.

Die aktuellen Tourismuszahlen des Statistikamtes Nord unterstreichen die große Popularität der schleswig-holsteinischen Orte und Regionen in dieser Tourismussaison. Laut Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz belegt der anhaltend positive Trend, dass der Schleswig-Holstein-Tourismus wieder eine Perspektive hat. „Nach anderthalb Jahren Corona-Pandemie und den vielen Monaten der Schließung ist die aktuelle Entwicklung sehr positiv zu bewerten. Wir freuen uns für unsere Betriebe über das gute Sommer-Geschäft und die vielen Gäste, die nach Schleswig-Holstein gekommen sind, um hier Urlaub zu machen“, so Buchholz.

Der Tourismusminister warnt jedoch davor, jetzt die Hände in den Schoß zu legen. „Wir sind aktuell besser durch die Krise gekommen als viele andere Regionen und Länder. Aber der Wettbewerb wird wieder stark zunehmen, der Arbeitskräftemangel behindert das Wachstum und die Gästewünsche ändern sich. Alle Touristikerinnen und Touristiker sind aufgefordert, sich mit innovativen Konzepten und Investitionen in Qualität und Service zukunftssicher aufzustellen“, so der Minister. So warb er auch auf dem schleswig-holsteinischen Tourismustag am 21. Oktober in Husum für ein gemeinsames Engagement und für mehr Tourismusakzeptanz in der Bevölkerung.

Auch Dr. Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH), empfahl, das erneut gute Zwischenergebnis nicht zu lange zu feiern. „Das Reiseland Schleswig-Holstein ist nicht umsonst in die Top Drei der beliebtesten Destinationen Deutschlands aufgerückt. Wir erfüllen die Sehnsüchte der Gäste nach unbeschwerter Freiheit, Strandurlaub und Naturerlebnis. Dennoch gibt es viel zu tun, um den echten Norden in ein attraktives Ganzjahresziel zu verwandeln. Wir haben noch viel Potential als Tagungsstandort und als Reiseziel für ausländische Gäste, die uns noch zu selten besuchen.“

Sowohl das Land als auch die Tourismusbranche müssten jetzt in die Zukunft investieren und beispielsweise Mobilitätskonzepte vervollkommnen. „Gerade der umweltbewusste Beherbergungsbetrieb im Grünen muss mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind die Treiber von Morgen. Gerade hier schlummert mit dem oft unbeachteten Tagungs- und Veranstaltungsgeschäft eine große Chance für den Standort Schleswig-Holstein“, so Bunge abschließend.

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