Erstes Quartal im Schleswig-Holstein-Tourismus positiv verlaufen

Die Zahlen des Statistikamtes Nord zeigen es: das touristische Jahr 2024 ist in Schleswig-Holstein sehr gut angelaufen. Der Tourismusminister und die Chefin der Tourismus-Agentur mahnen jedoch zur Vorsicht.

Kiel.  Als griffige Faustregel für den Wechsel der Autoreifen gilt den meisten Autofahrenden der Merksatz „Von O bis O – von Ostern bis Oktober“. Ähnliches gilt auch für den Start der touristischen Hauptsaison in Schleswig-Holstein: Das Osterfest bildet traditionell den Auftakt. Liegt das Fest mit den entsprechenden freien Tagen früh im Jahr, startet auch die touristische Hauptsaison früh. Sehr deutlich lässt sich dieses Wechselspiel in den Zahlen zum ersten Quartal 2024 ablesen. In diesem Jahr lag das Osterfest von Karfreitag, 29.03. bis Ostermontag 01. April. Entsprechend verzeichnet das Statistikamt Nord einen sehr positiven Saisonauftakt.

Kumuliert für das erste Quartal (Januar bis März 2024) ergibt sich mit 1.387.948 Ankünften ein Plus von 11,2 % ggü 2023 und mit fast 5 Mio. (4.964176) Übernachtungen sogar ein Plus von 12,5 % ggü. 2023.

Allein für den März 2024 wurde mit 2.390.909 Übernachtungen ein Plus von 24,6 Prozent ermittelt. Bei der Betrachtung nach Betriebsgruppen fällt auf, dass insbesondere in der Gruppe der „Sonstigen Beherbergungsbetriebe“ im Ostermonat März fast 50 Prozent der Übernachtungen (1.265.440) generiert wurden. Unter dieser Bezeichnung sind Ferienwohnungen, Ferienhäuser und - zentren, sowie Erholungsheime, Jugendherbergen und Campingplätze erfasst.

Tourismusminister Claus Ruhe Madsen sieht den positiven Saisonstart erfreut, mahnt aber:

„Es wäre verfrüht, jetzt schon das touristische Jahr als neues Best-off-Tourismusjahr zu deklarieren. Aus den aktuellen Studien wissen wir, dass das Reiseverhalten sich zurzeit verändert, Urlaube anders gestaltet werden, Zweit- und Dritturlaube teils entfallen. Das Geld sitzt nicht mehr so locker wie in früheren Jahren.“
Wichtig sei, so der Minister, dass die Qualität des Angebotes trotzdem weiter verbessert werde, denn das seien die Investitionen in die Zukunft, so Madsen. 

Die Chefin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH (TA.SH), Dr. Bettina Bunge, ist sich ebenfalls sicher, dass das Tourismusjahr 2024 noch lange nicht in trockenen Tüchern ist. 

„In zahlreichen Gesprächen mit touristischen Anbietern höre ich zurzeit immer wieder, dass unsere Gäste genau auf das Budget schauen.“ Da berichteten Ferienwohnungsbetreiber, dass ihr Reinigungspersonal deutlich mehr zu tun habe, weil plötzlich vermehrt selbst gekocht werde und die Küchen intensiver geputzt werden müssten. Gastronomien kämpften mit geringerem Gästeaufkommen. 

„Noch sind das nichtrepräsentative, allgemeine Eindrücke, aber eine erkennbare höhere Preissensibilität der Gäste, dass sich ändernde Ausgabeverhalten und attraktive Mitwettbewerber erfordern gemeinsame Anstrengungen, über das ganze Jahr Gäste aus nah und fern nach Schleswig-Holstein zu locken. Attraktive Angebote, kooperatives Marketing und die Unterstützung der Tourismusbranche durch die Politik sind wichtig für die Zukunftssicherung dieser Leitindustrie,“ so Bunge.

 

Ankünfte MärzGebuchte Übernachtungen Märzkumuliert Januar- März
2024660.1242.390.9091.387.948 Ankünfte
(+11,2 % ggü 2023)
4.964.176 Übernachtungen
(+12,5 % ggü. 2023)
2023542.0601.922.4811.248.328 Ankünfte
4.414786 Übernachtungen
2019510.4431.710.4691.192.268 Ankünfte
3.974.758 Übernachtungen

(jeweils mit Durchgangscamping)

Quelle: https://www.statistik-nord.de/zahlen-fakten/handel-tourismus-dienstleistungen/tourismus/dokumentenansicht/product/6304/beherbergung-im-reiseverkehr-in-schleswig-holstein-64?cHash=e5b8bab6e791dc5c9d95544f1e7eec26

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    Kajak auf Großem Plöner See

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