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Tourismustag 2008*
Qualität ist das beste Argument
„Tourismus in Schleswig-Holstein - mit Qualität in die Zukunft". So lautete das Motto beim Tourismustag Schleswig-Holstein 2008 im Maritim Seehotel in Timmendorfer Strand. Zu der landesweiten touristischen Großveranstaltung kamen diesmal mehr als 400 Fachbesucher.
Ein Großteil der Vortrage und Diskussionen stand im Zeichen der vor zwei Jahren beschlossenen Tourismusstrategie, mit der sich das Urlaubsland Schleswig-Holstein neu positioniert. Mit Unterstützung der Landesregierung befinden sich die Leitprojekte in der Entwicklungs- oder bereits in der Umsetzungphase. Ein erfolgreiches Beispiel ist das bei der IHK angesiedelte Leitprojekt „Designkontor" das Beherbergungsbetriebe vor Ort bei der Gestaltung von „Wohlfühlquartieren" berät. Mehrere hundert Betriebe konnten damit bereits erreicht werden. Damit die Neupositionierung gelingt und sich Schleswig-Holstein im harten Wettbewerb der Urlaubsdestinationen behaupten kann, sind Qualität und Service unerlässlich. Dazu sprach zur Eröffnung auch Dr. Werner Marnette, Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes. Die neuesten Marktforschungsergebnisse zur Qualität im Schleswig-Holstein-Tourismus stellten die Experten Pro-Heide, Professor Dr. Mathias Feige, vom dwif-Consulting Berlin und Dr. Dirk J. Schmücker vom N.I.T. in Kiel vor. Professor Birgit Mager von der Köln International School of Design präsentierte, welchen Einfluss das Service Design auf das Reiseverhalten hat. Und die Extrembergsteigerin Helga Hengge berichtete, wie sie als erste Deutsche erfolgreich den Mount Everest bezwungen hat und wie sich auch andere Herausforderungen meistern lassen.
Die IHK Schleswig-Holstein nahm den Branchentreff zum Anlass, die Ergebnisse ihrer aktuellen Tourismusumfrage zu präsentieren. Demnach ist die Stimmung bei den touristischen Betrieben im Land schlechter als die tatsächliche Lage. Befragt wurden über 500 gastgewerbliche Unternehmen im Land. Die in den Sommermonaten stark gestiegenen Energiekosten, viel Regen in der Hauptreisezeit, die deutlich ausgeprägte Konsumzurückhaltung der Gäste und die globale Finanzkrise sind nach IHK-Angaben die Hauptgründe für das Stimmungstief. Dabei ist die aktuelle Geschäftslage nach der Sommersaison 2008 trotz rückläufiger Umsätze nicht ganz so negativ wie das „Konjunkturklima“. „Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die nach unten korrigierten Entwicklungsprognosen und natürlich die realen Ergebnisse der vergangenen Saison haben zu einer Verunsicherung in der Tourismus-Branche geführt", so Peter Michael Stein. Hauptgeschäftsführer der IHK Flensburg und Federführer Tourismus der IHK Schleswig-Holstein. Trotz stabiler Übernachtungszahlen sei von dem erhofften wirtschaftlichen Aufschwung im Tourismus derzeit nichts zu spüren. „Gerade deshalb muss die landesweite Neuausrichtung des Tourismus mit Nachdruck weitergeführt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu sichern". so Stein weiter. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei die Qualität der touristischen Angebote das überzeugendste Argument. Der Konjunkturklimaindex der IHK für das Gastgewerbe sank nach der Sommersaison auf aktuell 92,3 Punkte, nachdem der Vorjahreswert noch bei 1165 Punkten lag. Damit befindet sich das Gastgewerbe unter dem Durchschnitt von 100 Punkten.
Der Tourismustag Schleswig-Holstein als der bedeutendste Branchentreff im Land fand zum neunten Mal statt. Veranstalter sind die IHK Schleswig-Holstein, der Tourismusverband Schleswig-Holstein e.V.. der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Schleswig-Holstein e.V., die Fachhochschule Westküste und die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH). red



